Burger King Frankreich: Wachstum reicht noch nicht aus, um Gewinne zu erwirtschaften
Die Analyse der bei der INPI eingereichten Bilanzen der 26 wichtigsten Franchise-Gesellschaften von Burger King zeigt einen Paradox: Das Netzwerk wächst schnell, erwirtschaftet aber noch keine konsolidierten Gewinne.
Der Gesamtumsatz: 338 Mio. € im Jahr 2024
| Geschäftsjahr | Gesamtumsatz (analysierte Gesellschaften) | Konsolidierter Gewinn | Anzahl Bilanzen |
|---|---|---|---|
| 2024 | 338,8 Mio. € | -32,0 Mio. € | 26 |
| 2023 | 314,1 Mio. € | -4,3 Mio. € | 25 |
| 2022 | 220,8 Mio. € | +8,6 Mio. € | 25 |
| 2021 | 155,0 Mio. € | -15,6 Mio. € | 20 |
| 2020 | 116,5 Mio. € | -18,1 Mio. € | 20 |
| 2019 | 127,8 Mio. € | -9,2 Mio. € | 16 |
| 2018 | 90,7 Mio. € | -7,2 Mio. € | 12 |
Quelle: INPI RNE. Der Umfang erweitert sich im Laufe der Zeit, da neue Franchise-Gesellschaften ihre Konten einreichen, sobald das Netzwerk wächst.
Lesung: Drei Phasen
2016-2019: Anlaufphase — Die ersten Franchisenehmer tragen die Verluste aufgrund der Investitionen bei der Eröffnung (Bau, Ausstattung, Marketing-Aufbau). Die Margen sind strukturell negativ.
2020-2021: Covid-Schock — Wie die gesamte Branche erlitten auch Burger King Umsatzeinbußen aufgrund der Schließung von Büros, Verkehr und Einkaufszentren. Die staatlichen Hilfen (z.B. Arbeitslosengeld) wurden vollständig von den Betriebsgewinnverlusten absorbiert.
2022: Rückkehr zum Gleichgewicht — Erster konsolidierter positiver Jahresabschluss seit der Rückkehr der Marke (+8,6 Mio. € kumuliert). Die Aufhebung der Beschränkungen und die Kundenbindung nach Covid geben dem Netzwerk eine Atempause.
2023-2024: Verluste wieder — Der Umsatz steigt weiterhin (+8 % zwischen 2023 und 2024), aber die Gewinne folgen nicht. Die Lebensmittel- und Energieinflation verschlechtert die Roherträge, und die fortgesetzten Eröffnungen erhöhen die Amortisationskosten.
Das Drehkreuz-Unternehmen: Burger King Gastronomie (801363227)
Dies ist das strategische Holding des Netzwerks, im Besitz der Bertrand-Gruppe. Die Zahlen spiegeln die globale Dynamik wider:
| Geschäftsjahr | Umsatz | Gewinn | Nettogewinnmarge |
|---|---|---|---|
| 2024 | 155,3 Mio. € | -25,6 Mio. € | -16,5 % |
| 2023 | 136,0 Mio. € | +1,1 Mio. € | 0,8 % |
| 2022 | 94,9 Mio. € | +10,4 Mio. € | 11,0 % |
| 2021 | 64,6 Mio. € | -18,2 Mio. € | -28,1 % |
| 2020 | 38,1 Mio. € | -13,4 Mio. € | -35,1 % |
Burger King Gastronomie hat in drei Jahren das dreifache Wachstum verzeichnet (+155 % zwischen 2021 und 2024), aber die Nettogewinnmarge sinkt 2024 auf besorgniserregende Werte. Das Gesamtbilanz beträgt 284 Mio. €, was auf umfangreiche industrielle Investitionen (Akquisitionen, Gewerbeflägen, Ausstattung) hindeutet.
Was man als Franchisenehmer oder Investor daraus schließen sollte
- Die Franchise-Eintrittshürde ist hoch, aber die Marke hat einen messbaren Markenwert (Umfragen, spontaner Traffic).
- Die ersten Jahre eines BK haben strukturell keine Gewinne. Ein realistischer Businessplan muss 2-3 Jahre Verluste vor Break-Even einplanen.
- Unternehmen, die sich bereits im Fast-Food-Sektor etabliert haben (Gruppen mit 5+ Restaurants) haben strukturell eine größere Chance, eine BK-Integration erfolgreich zu gestalten als unabhängige Franchisenehmer.
Um die geografische Präsenz des Netzwerks zu erkunden und Bereiche zu identifizieren, in denen noch Standorte geschaffen werden können, konsultieren Sie unsere Burger King Frankreich Karte.
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