Uber Eats führt interne Studien durch, die zeigen, dass Restaurants mit Fotos von Gerichten, die 80 % oder mehr der angebotenen Speisen enthalten, um 2,4-mal besser konvertieren als Restaurants mit wenigen oder keinen Fotos. Deliveroo weist darauf hin, dass ein professionelles Foto die Klicks auf ein Gericht um 30 bis 80 % im Vergleich zu keiner oder einer minderwertigen Foto um bis zu 80 % erhöhen kann. Trotz dieser Zahlen vernachlässigen viele Gastronomen diesen Aspekt oder verwenden verschwommene Fotos, die schnell aufgenommen wurden.
Das Licht ist der wichtigste Parameter in der Lebensmittel-Fotografie. Natürliches, indirektes Licht (in der Nähe eines Fensters, ohne direkte Sonneneinstrahlung) ist die beste Option ohne spezielle Ausrüstung. Vermeiden Sie unbedingt Fotos bei Neonlicht mit Fluoreszenz: Sie erzeugen eine unangenehme grüne oder gelbe Tönung. Wenn Sie abends fotografieren, investieren Sie in eine LED-Fotoleuchte (40-80 Euro), die ein neutrales und sanftes Licht bietet.
Hintergrund und Accessoires sind entscheidend. Eine schwarze Tafel, ein helles Holzbrett, eine weiße Schale oder eine Marmortheke sind Hintergründe, die fast alle Arten von Speisen aufwerten. Vermeiden Sie überladene Hintergründe, die vom Gericht ablenken. Die 2/3-Regel gilt auch für Food-Fotografie: Das Hauptgericht nimmt zwei Drittel des Bildes ein, während ein Kontextelement im verbleibenden Drittel platziert wird.
Was es für das Liefersfoto gibt, ist ein entscheidender Punkt: Fotografieren Sie das Gericht so, wie Sie es erhalten werden, nicht so, wie es im Restaurant präsentiert wird. Das bedeutet, das Gericht in der Verpackung oder direkt danach zu fotografieren, mit einem ansprechenden Bild, selbst wenn es in einem Behälter ist. Diese Übereinstimmung zwischen dem Foto und dem erhaltenen Produkt vermeidet Enttäuschungen und negative Bewertungen wie “hat nichts mit dem Foto zu tun”. Ein Gericht, das auf dem Foto weniger glamourös ist, aber der Realität entspricht, ist besser als ein Gericht, das in der Zeitschrift abgebildet ist und enttäuscht.
Die technischen Spezifikationen für Uber Eats und Deliveroo: JPG- oder PNG-Bild, mindestens 1200x800 Pixel, bevorzugtes Seitenverhältnis 4:3, ohne Wasserzeichen oder Text im Bild. Beide Plattformen bieten gelegentlich kostenlose Fotoaktionen für ihre Partner (Uber Eats Photography-Programm). Erkundigen Sie sich bei Ihrem Account Manager – dies ist ein kostenloses Vorteil, den viele Gastronomen nicht genutzt haben.
Wenn Sie nicht in einen professionellen Fotograf investieren möchten (rechnen Sie mit 200-400 Euro für eine 10-15 Gänge Menü-Shooting), reicht ein moderner Smartphone vollkommen aus. Ein aktueller iPhone oder Samsung mit dem “Portrait”- oder “Pro”-Modus liefert ausgezeichnete Ergebnisse. Verwenden Sie eine App wie Snapseed (kostenlos) für grundlegende Nachbearbeitungen: Kontrast, Helligkeit, Sättigung. Vermeiden Sie Instagram-Filter, die die natürlichen Farben Ihrer Speisen verändern.
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