Eine virtuelle Marke (oder Dark Brand) ist eine Restaurantmarke, die nur auf Lieferplattformen existiert. Keine Fassade, kein Schaufenster – nur Bestellungen. Und für Sie, als Gastronom, ist dies eine Gelegenheit, zusätzlichen Umsatz von 20 bis 40 % zu generieren, ohne zusätzliche Geschäftsmiete.
Was genau ist eine virtuelle Marke? Es handelt sich dabei um eine separate Präsenz auf Plattformen wie Uber Eats, Deliveroo oder Just Eat mit einem eigenen Namen, einem visuellen Erscheinungsbild und einer Speisekarte, die sich von Ihrem Hauptrestaurant unterscheiden. Sie bereiten die Bestellungen weiterhin aus Ihrer bestehenden Küche vor. Der Kunde weiß möglicherweise nicht, dass “Chicken Paradise” und Ihr traditioneller Kebab aus derselben Küche stammen.
Die Vorteile: Sofortige zusätzliche Einnahmen, Test neuer Konzepte ohne Immobilienrisiko, Optimierung Ihrer Kochfähigkeiten während der Nebenzeiten, Potenzial zur Kundenbasisdiversifizierung.
Die Nachteile: komplexere Verwaltung (mehrere Tablets oder ein Aggregator), Risiko der Verwirrung, wenn das Konzept zu weit von Ihren Fähigkeiten entfernt ist, Referenzkosten auf den Plattformen (Anmeldegebühren + Provisionen).
Wie man seine erste virtuelle Marke in 5 Schritten erstellt. Schritt 1: Wählen Sie Ihr Konzept. Beginnen Sie mit Ihren vorhandenen Fähigkeiten. Wenn Sie maghreische Küche anbieten, ist eine Marke für geschmorte Hähnchen oder Würstchen kohärenter als eine Sushi-Marke. Schritt 2: Erstellen Sie Ihre Identität. Einprägsamer Name, ein einfaches Logo (Canva reicht für den Anfang), professionelle Fotos Ihrer Gerichte (Budget: 200-500€). Schritt 3: Strukturieren Sie Ihr Menü. Max. 8-12 Artikel. Vermeiden Sie zu komplexe Menüs, die Ihre Küche überlasten. Bieten Sie klare Bestseller an. Schritt 4: Registrieren Sie sich auf den Plattformen. Ubereats und Deliveroo akzeptieren virtuelle Marken seit 2021. Sie benötigen eine SIRET-Nummer und eine Vorbereitungadresse. Schritt 5: Bestellungen mit einem Aggregator verwalten. Mit 2 Marken auf 2 Plattformen = 4 Bestellströme. Ein Aggregator wie Fooderise wird schnell unerlässlich.
Virtuelle Marken, die in Frankreich gut funktionieren: frittiertes Hähnchen, Tacos, Burger Smash, gesunde Bowls, Desserts (Crêpes, Waffeln), Küche der Welt (libanesisch, indisch, thailändisch).
Achtung rechtliche Aspekte: In Frankreich muss die virtuelle Marke von einer deklarierten Niederlassung (Restaurant, Dark Kitchen) aus tätig werden. Die Plattformen werden Ihre gesundheitliche Konformität prüfen. Stellen Sie sicher, dass Sie vor dem Start alle Voraussetzungen erfüllen.
Durchschnittliches Ergebnis bei unseren Kunden: +22% Umsatzsteigerung in 3 Monaten nach der Eröffnung einer virtuellen Marke. Diese Zahl steigt auf +35% nach 6 Monaten, wenn die Algorithmen der Plattformen die Marke natürlich referenzieren beginnen.
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