Auf Lieferplattformen ist das durchschnittliche Warenkorb eines Restaurants einer der wichtigsten Indikatoren für die Rentabilität. Wenn man die durchschnittliche Bestellsumme um 5 Euro bei 300 monatlichen Bestellungen um 25-30% erhöht, generiert man einen zusätzlichen Umsatz von 1.500 Euro, von denen 1.050 bis 1.125 Euro nach Abzug der Provision in Ihren eigenen Taschen bleiben. Der Effekt auf die Marge ist unmittelbar und erheblich.
Strategie 1 - Upselling im Menü: Positionieren Sie Ihre profitabelsten Gerichte am Anfang jeder Kategorie. Die Reihenfolge der Anzeige auf Plattformen beeinflusst die Entscheidungen direkt. Die ersten Gerichte einer Kategorie erhalten 30-40% zusätzliche Klicks. Ihre Kombinationen und Formeln (die profitabler sind als einzelne Gerichte) sollten zuerst angezeigt werden, bevor einzelne Gerichte auf der Karte stehen. Strategie 2 - Zusätze und Extras: Fügen Sie klar beworbene, kostenpflichtige Optionen hinzu. “Spezialsoße +1,50 Euro”, “Zusätzliche Käseportion +2 Euro”. Diese kleinen Ergänzungen werden kaum abgelehnt und lassen sich leicht anhäufen.
Strategie 3 – Der intelligente Warenkorb-Mindestbetrag: legen Sie Ihren Mindestbestellwert auf ein Niveau fest, das die Hinzufügung eines Artikels anregt. Wenn Ihr durchschnittlicher Warenkorb 18 Euro beträgt und Ihr Mindestbetrag 12 Euro, hören viele Kunden bei 12-13 Euro auf. Erhöhen Sie den Mindestbetrag auf 15 Euro: Sie werden diese Kunden dazu bringen, ein Dessert oder ein Getränk hinzuzufügen. Strategie 4 – Die Vorschläge für Ergänzungen: auf Plattformen, die dies zulassen, aktivieren Sie die Vorschläge für Begleitprodukte. „Zusätzlich bestellen: Pommes +3,50, Getränk +2,90“. Diese kontextbezogenen Vorschläge können den durchschnittlichen Warenkorb um 8 bis 12 % erhöhen.
Strategie 5 – Die Menüs und Angebote: Bieten Sie ein “All-Inclusive”-Angebot (Hauptgericht + Beilage + Getränk) zu einem Preis unter 10-15% unter der Summe der einzelnen Artikel an. Kunden empfinden den Wert und wählen das Angebot anstelle des Einzelgerichts, was ihren Warenkorb mechanisch erhöht. Strategie 6 – Desserts optimal präsentieren: Desserts werden oft bei der Lieferung unterbewertet. Ansprechende Fotos, suggestive Beschreibungen und eine deutliche Platzierung können die Dessertbestellungen verdoppeln. Wenn ein Dessert für 5 Euro von 20% zusätzlichen Kunden bestellt wird, erhöht sich Ihr durchschnittlicher Warenkorbbetrag um 1 Euro.
Strategie 7 – Getränke und Zusätze: Bieten Sie Getränke, zusätzliche Saucen, Brotzeiten oder Premium-Kondimente an. Diese Artikel haben einen hohen Gewinnspannen (60-80 %) und geringe zusätzliche Zubereitungskosten, was sich disproportionat auf die Rentabilität auswirkt. Strategie 8 – Die Portionsgröße: Bieten Sie stets „Regular“- und „Large“-Größen mit einem Preisunterschied an. Die meisten Kunden wählen die „Large“-Option, wenn der Aufpreis weniger als 30 % des Basispreises beträgt. Strategie 9 – Event-Bundles: Familienpaket für 4 Personen, gemeinschaftliches Buffet, romantische Box für 2. Diese Angebote haben im Allgemeinen einen Warenkorbwert, der um 50 bis 80 % höher ist als eine Standardbestellung.
Die Bewertung des Einflusses ist einfach: notieren Sie Ihren durchschnittlichen Warenkorb, implementieren Sie monatlich 2-3 dieser Strategien und messen Sie die Veränderung. Die meisten Gastronomen, die diese Techniken systematisch anwenden, stellen eine Steigerung des durchschnittlichen Warenkorbs um 15 bis 25 % innerhalb von 3 Monaten fest. Bei 400 monatlichen Bestellungen mit einem durchschnittlichen Warenkorb von 22 Euro stellt eine Steigerung um 20 % einen zusätzlichen monatlichen Umsatz von 1.760 Euro dar.
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