Wenn Sie auf dem Google Play Store oder im Apple App Store nach „Keytchens“ suchen, finden Sie nichts. Die Keytchens-App wird als APK direkt von der Website des Verlages heruntergeladen und manuell auf einem Android-Gerät installiert. Diese Vertriebsweise, die für einen professionellen SaaS-Verlager ungewöhnlich ist, hat konkrete Auswirkungen, die jeder Gastronom müsse verstehen, bevor er sich bindet.
Implikation 1: Updates werden nicht automatisch durchgeführt. Im Google Play Store wird Ihre App automatisch über Nacht aktualisiert, sobald der Herausgeber eine neue Version veröffentlicht. Bei einem APK außerhalb des Stores gibt es keinen Mechanismus für automatische Updates. Wenn Keytchens einen Fehler behebt oder eine neue Funktion veröffentlicht, werden Sie es nicht erfahren, es sei denn, Sie besuchen regelmäßig die Website des Herausgebers, laden die neue Datei manuell herunter und installieren sie. In der Praxis bedeutet dies, dass viele Benutzer auf veralteten Versionen arbeiten, ohne es zu wissen.
Implikation 2: Drittelsicherheitsprüfungen fehlen. Apps, die über den Google Play Store verteilt werden, durchlaufen einen automatisierten und menschlichen Überprüfungsprozess von Google: Erkennung von Malware, Überprüfung der Berechtigungsverwaltung, Kontrolle der Datenschutzrichtlinie. Dieser Prozess ist nicht fehlerfrei, stellt aber eine unabhängige Prüfniveaus dar. Eine App, die nur als APK außerhalb des Stores verteilt wird, profitiert von keiner dieser Prüfungen durch Dritte. Für eine App, die Bestellungen verarbeitet und potenziell Zahlungsdaten verwaltet, sollte dies dem Herausgeber angesprochen werden: Wie werden die Sicherheitsprüfungen intern gewährleistet?
Implikation 3: keine iOS-Version. Die Keytchens-App existiert weder für iPhone noch für iPad. Im französischen Gastronomieumfeld, in dem viele Betriebe iPads als Verwaltungsterminal nutzen, stellt dies eine direkte operative Einschränkung dar. Wenn Ihre Küche auf iPad läuft, ist Keytchens technisch nicht in Ihrer Konfiguration nutzbar.
Implikation 4: die Einhaltung Ihrer internen BYOD-Richtlinie. Wenn Ihr Restaurant oder Ihre Gruppe Regeln bezüglich der auf mobilen Geräten zugelassenen Apps festlegt, kann die Installation eines externen APK mit diesen Regeln in Konflikt geraten. Dieser Punkt sollte mit Ihrem IT-Verantwortlichen geklärt werden, falls zutreffend.
Warum diese Verteilungsart? Die Tatsache, dass das Produkt nicht auf den offiziellen Stores verfügbar ist, kann mehrere Situationen widerspiegeln: ein Produkt, das noch nicht die technischen Kriterien der Stores erfüllt, eine bewusste Entscheidung des Verlages aus anderen Gründen oder eine Übergangsphase vor der Veröffentlichung. Unabhängig von der Erklärung sollte diese direkt bei Keytchens angesprochen werden.
Im Vergleich. Fooderise, Otter, Deliverect, RusHour – etablierte Marktteilnehmer verteilen ihre Anwendungen über die offiziellen iOS- und Android-Stores. Es geht dabei nicht nur um Komfort: es ist ein technischer Standard, der automatische Updates, eine unabhängige Prüfungsstufe und die Kompatibilität mit allen Gerätekonfigurationen in der Gastronomie gewährleistet.
Was man bei Keytchens fragen muss. Bevor Sie sich verpflichten, stellen Sie die Frage direkt: Ist vorgesehen, dass die App auf dem Google Play Store und dem App Store veröffentlicht wird? In welchem Zeitraum? Wie werden Updates den aktuellen Nutzern mitgeteilt? Die Antworten werden Ihnen helfen, zu beurteilen, ob dieser Vertriebsweg mit Ihren betrieblichen Anforderungen kompatibel ist.
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